Rechtliches
AGB
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
für Coaching- und Beratungsleistungen
Stand: August 2026
1. Geltungsbereich
1.1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für sämtliche Verträge über individuelle Coaching- und Beratungsleistungen zwischen
Mag. Marianne Wintersteller
Neustadt 449
84028 Landshut
E-Mail-Adresse: info@wintersteller-coaching.de
UID: DE 265 546 334
– nachfolgend „Coach” bzw. „Auftragnehmer” –
und dem jeweiligen Kunden.
1.2. Das Angebot richtet sich sowohl an Verbraucher als auch an Unternehmer.
1.3. Die Leistungen werden überwiegend online per Videokonferenz oder Telefon erbracht. Sofern ausdrücklich vereinbart, können einzelne Coaching- oder Beratungstermine auch persönlich vor Ort stattfinden.
1.4. Abweichende oder ergänzende individuelle Vereinbarungen gehen diesen AGB vor.
1.5. Gegenüber Verbrauchern gelten diese AGB nur insoweit, als zwingende gesetzliche Verbraucherschutzvorschriften nicht entgegenstehen.
2. Gegenstand des Coachings und der Beratung
2.1. Der Auftragnehmer erbringt ausschließlich individuelle, auf den jeweiligen Kunden zugeschnittene Coaching- und Beratungsleistungen im Rahmen von 1:1-Sessions.
2.2. Das Coaching dient insbesondere der persönlichen, beruflichen oder unternehmerischen Reflexion, Orientierung, Entscheidungsfindung, Entwicklung von Handlungsoptionen und Begleitung bei deren Umsetzung.
2.3. Die konkrete Zielsetzung und die inhaltliche Ausgestaltung werden individuell zwischen Coach und Kunde abgestimmt.
2.4. Das Coaching ist kein standardisierter Kurs, kein Lehrgang und keine Ausbildung. Es werden insbesondere keine festen Lernmodule, standardisierten Unterrichtseinheiten oder vorgegebenen Lehrpläne angeboten.
2.5. Der Auftragnehmer stellt grundsätzlich keine Videobibliothek oder vergleichbare standardisierte Lerninhalte zur Verfügung.
2.6. Eine Überprüfung oder Kontrolle eines Lernerfolges findet nicht statt.
2.7. Die Coaching- und Beratungsleistungen werden individuell auf die Situation und Fragestellungen des jeweiligen Kunden ausgerichtet.
3. Leistungsumfang und Leistungszeitraum
3.1. Sofern im individuellen Angebot nichts Abweichendes vereinbart wurde, beträgt der Leistungszeitraum einer Coaching-Begleitung zwei Monate.
3.2. Anzahl, Dauer und zeitliche Verteilung der Coaching-Sessions ergeben sich aus dem jeweiligen Angebot bzw. der individuellen Vereinbarung.
3.3. Der Leistungsumfang kann insbesondere umfassen:
individuelle 1:1-Coaching-Sessions,
individuelle Beratung,
Reflexion und Standortbestimmung,
Entwicklung von Handlungsoptionen,
Unterstützung bei Entscheidungsprozessen,
Begleitung bei der Umsetzung persönlicher oder beruflicher Vorhaben.
3.4. Eine Betreuung oder Erreichbarkeit außerhalb der vereinbarten Sessions besteht nur, wenn dies ausdrücklich vereinbart wurde.
3.5. Nach Ablauf des vereinbarten zweimonatigen Leistungszeitraums kann auf Wunsch des Kunden ein separates Follow-up vereinbart werden.
4. Selbstverantwortung und keine Erfolgsgarantie
4.1. Coaching und Beratung sind Prozesse, bei denen der Kunde eigenverantwortlich an seinen Themen arbeitet.
4.2. Der Auftragnehmer unterstützt den Kunden durch Fragen, Reflexion, Perspektivwechsel, Methoden, Impulse, Feedback und Beratung.
4.3. Der Kunde bleibt jederzeit selbst für seine Entscheidungen und deren Umsetzung verantwortlich.
4.4. Der Auftragnehmer schuldet die Erbringung der vereinbarten Coaching- und Beratungsleistung, nicht das Erreichen eines bestimmten Erfolges.
4.5. Insbesondere wird keine Garantie für bestimmte persönliche, berufliche, finanzielle oder unternehmerische Ergebnisse übernommen.
4.6. Coaching und Beratung ersetzen keine erforderliche Rechts-, Steuer-, Finanz-, medizinische, psychotherapeutische oder sonstige fachliche Beratung.
5. Vertragsschluss
5.1. Der Vertrag kommt durch die Annahme eines individuellen Angebots, eine verbindliche Buchung oder eine sonstige ausdrückliche Vereinbarung zustande.
5.2. Bei einer Online-Buchung kommt der Vertrag mit Abschluss des Buchungsvorgangs und der anschließenden Bestätigung zustande, sofern im Buchungsprozess nichts Abweichendes angegeben wird.
5.3. Die wesentlichen Vertragsbedingungen, insbesondere Leistungsumfang, Preis und Leistungszeitraum, werden dem Kunden vor Vertragsschluss zur Verfügung gestellt.
6. Termine
6.1. Die Coaching-Sessions werden individuell zwischen Coach und Kunde vereinbart.
6.2. Der Kunde verpflichtet sich, vereinbarte Termine pünktlich wahrzunehmen.
6.3. Bei Online-Terminen ist der Kunde selbst für eine geeignete technische Ausstattung sowie eine ausreichende Internetverbindung verantwortlich.
6.4. Verspätet sich der Kunde, verkürzt sich die Session grundsätzlich um die entsprechende Zeit, sofern keine abweichende Vereinbarung getroffen wird.
7. Absage und Verschiebung
7.1. Ein vereinbarter Coaching-Termin kann bis 48 Stunden vor dem Termin kostenfrei abgesagt oder verschoben werden.
7.2. Bei einer Absage weniger als 48 Stunden vor dem vereinbarten Termin oder bei Nichterscheinen kann der Termin vollständig berechnet werden.
7.3. Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass dem Auftragnehmer kein oder ein wesentlich geringerer Schaden bzw. Aufwand entstanden ist.
7.4. Bei einem wichtigen Grund, insbesondere einer unvorhersehbaren Erkrankung oder vergleichbaren Situation, wird der Auftragnehmer nach Möglichkeit eine kulante Ersatzlösung anbieten.
7.5. Kann der Auftragnehmer einen Termin nicht wahrnehmen, wird ein Ersatztermin vereinbart.
8. Vergütung und Zahlung
8.1. Es gelten die im jeweiligen Angebot angegebenen Preise.
8.2. Sofern nicht anders angegeben, verstehen sich die Preise zuzüglich der geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer.
8.4. Wenn nichts anderes vereinbart wurde, sind die Honorare im Vorhinein auf das Konto des Instituts zu überweisen. Spesen werden nach Aufwand im Nachhinein verrechnet. Alle Honorarnoten sind innerhalb von acht Tagen ab Rechnungsdatum anzuweisen.
8.5. Bei vereinbarten Coaching-Paketen ist die vereinbarte Vergütung für den gebuchten Leistungsumfang zu entrichten.
8.6. Soweit eine Ratenzahlung vereinbart wurde, stellt diese grundsätzlich lediglich eine Zahlungsmodalität dar und verändert nicht den vereinbarten Leistungsumfang oder die vereinbarte Laufzeit.
8.7. Gesetzliche Rechte des Kunden, insbesondere gesetzliche Widerrufs- oder Kündigungsrechte, bleiben unberührt.
9. Laufzeit und Beendigung
9.1. Die reguläre Coaching-Begleitung hat eine Laufzeit von zwei Monaten, sofern individuell nichts anderes vereinbart wurde.
9.2. Der Vertrag endet grundsätzlich automatisch mit Ablauf der vereinbarten Laufzeit.
9.3. Eine automatische Verlängerung findet nicht statt.
9.4. Ein Follow-up nach Abschluss der Begleitung ist eine eigenständige, gesondert zu vereinbarende Leistung.
9.5. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Parteien unberührt.
9.6. Gesetzliche Rechte von Verbrauchern bleiben unberührt.
10. Gesetzliches Widerrufsrecht für Verbraucher
10.1. Sofern der Kunde Verbraucher ist und der Vertrag unter die gesetzlichen Vorschriften über Fernabsatzverträge oder außerhalb von Geschäftsräumen geschlossene Verträge fällt, kann dem Kunden ein gesetzliches Widerrufsrecht zustehen.
10.2. Besteht ein Widerrufsrecht, erhält der Verbraucher vor Vertragsschluss eine gesonderte Widerrufsbelehrung sowie das gesetzlich vorgesehene Muster-Widerrufsformular.
10.3. Wünscht der Verbraucher ausdrücklich, dass die Coaching- oder Beratungsleistung bereits vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt, wird die hierfür gesetzlich erforderliche ausdrückliche Zustimmung eingeholt.
10.4. Soweit die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind, kann bei einem Widerruf nach Beginn der Leistung ein Anspruch auf Wertersatz für die bis zum Widerruf erbrachten Leistungen bestehen.
10.5. Die gesetzlichen Regelungen zum Widerrufsrecht gehen entgegenstehenden Regelungen dieser AGB vor.
11. Vertraulichkeit
11.1. Der Auftragnehmer behandelt persönliche und geschäftliche Informationen, die ihm im Rahmen des Coachings bekannt werden, vertraulich.
11.2. Informationen werden grundsätzlich nicht ohne Zustimmung des Kunden an Dritte weitergegeben, sofern keine gesetzliche Verpflichtung zur Weitergabe besteht.
11.3. Der Auftragnehmer darf zur organisatorischen Durchführung des Coachings erforderliche technische Dienstleister einsetzen, soweit dies datenschutzrechtlich zulässig ist.
12. Datenschutz
12.1. Personenbezogene Daten des Kunden werden unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften verarbeitet.
12.2. Einzelheiten ergeben sich aus der gesonderten Datenschutzerklärung des Auftragnehmers.
12.3. Die Datenschutzerklärung ist Bestandteil des Informationsangebots des Auftragnehmers, jedoch nicht Bestandteil dieser AGB.
13. Coaching-Unterlagen und geistiges Eigentum
13.1. Sofern dem Kunden im Rahmen des Coachings Unterlagen, Checklisten, Arbeitsmaterialien, Vorlagen oder sonstige Inhalte zur Verfügung gestellt werden, dürfen diese ausschließlich für die eigene Nutzung im Rahmen des gebuchten Coachings verwendet werden.
13.2. Eine Weitergabe, Veröffentlichung, Vervielfältigung oder kommerzielle Nutzung solcher Inhalte ist ohne vorherige Zustimmung des Auftragnehmers nicht gestattet, soweit dies nicht gesetzlich zulässig ist.
13.3. Gesetzlich zwingende Rechte des Kunden bleiben unberührt.
14. Haftung
14.1. Die Haftung des Auftragnehmers richtet sich nach den gesetzlichen Vorschriften.
14.2. Der Auftragnehmer haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen.
14.3. Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten haftet der Auftragnehmer nur für den vertragstypischen und vorhersehbaren Schaden, soweit eine Haftungsbeschränkung gesetzlich zulässig ist.
14.4. Eine Haftung für einen bestimmten persönlichen, beruflichen oder wirtschaftlichen Erfolg des Coachings wird nicht übernommen.
14.5. Der Kunde trägt die Verantwortung für die Entscheidungen, die er aufgrund des Coachings oder der Beratung trifft.
15. Höhere Gewalt
15.1. Ereignisse außerhalb des zumutbaren Einflussbereichs des Auftragnehmers, insbesondere Krankheit, Naturereignisse, behördliche Maßnahmen oder erhebliche technische Störungen, können zu einer angemessenen Verschiebung eines Termins führen.
15.2. In diesem Fall wird nach Möglichkeit ein Ersatztermin vereinbart.
16. Unternehmer als Kunden
16.1. Für Unternehmer gelten die gesetzlichen Vorschriften für Unternehmergeschäfte.
16.2. Die gesetzlichen Regelungen zum Verbraucherschutz finden auf Unternehmer keine Anwendung.
16.3. Soweit gesetzlich zulässig, ist Erfüllungsort der Sitz des Auftragnehmers.
16.4. Gegenüber Kaufleuten, juristischen Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtlichen Sondervermögen wird als Gerichtsstand der Sitz des Auftragnehmers vereinbart, soweit dies gesetzlich zulässig ist.
17. Anwendbares Recht
17.1. Es gilt deutsches Recht.
17.2. Gegenüber Verbrauchern gilt die Rechtswahl nur insoweit, als dadurch nicht der Schutz zwingender Bestimmungen des Staates eingeschränkt wird, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.
18. Schlussbestimmungen
18.1. Individuelle Vereinbarungen zwischen Auftragnehmer und Kunde haben Vorrang vor diesen AGB.
18.2. Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt, soweit dies gesetzlich zulässig ist.